Afrika Extrem mit der brandneuen KTM 1190 Adventure R

Montag, 6. Mai 2013

Joe Pichler testet Touratech Produkte für die neue KTM 1190 Adventure R. Er ist nun schon über 12.000 Kilometer mit der neuen KTM 1190 R / Adventure unterwegs. Hier seine Zwischenbilanz aus Mosambik

Nach über 12.000 km durch Äthiopien, Südsudan, Kenia, Tansania und Mosambik wird die KTM 1190 Adventure R nun in Nairobi für die nächsten 8 Wochen geparkt, bevor es nach Madagaskar weitergeht.

Und es ist Zeit Zwischenbilanz zu ziehen.

,, Du bist total verrückt! Mit einem neu entwickelten Motorrad durch Afrika zu fahren. Völlig alleine und die Hälfte der Strecke mit Renate am Sozius‘‘
Das war das einheitliche Statement aller meiner Bekannten. Aber mein Vertrauen in die Jungs aus Mattighofen ist grenzenlos ;-).

Obwohl ich anfangs ehrlich gesagt selber skeptisch war, als mir Alois im Werk die neue Adventure erklärt hat. TRC und ABS waren Fremdwörter für mich. Gerade mal 300 Kilometer bin ich vor der Abreise mit dem Bike gefahren bevor es nach Afrika geht. Als dann auf den ersten Kilometern in Äthiopien, im dichten Stadtverkehr von Addis Abeba, der Blinker und die Hupe nicht funktionier, und dazu die Bremsen erst nach mehrmaligen pumpen greift, denke ich mir, ,,Was ist das für ein Scheiß, wie soll ich mit dem Teil durch Afrika kommen‘‘

Im Lido Hotel heil angekommen mach ich mich dann sofort auf die Fehlersuche. Ich habe am Flughafen den Multifunktionsschalter schlecht zusammengebaut und durch den Transport ist irgendwie Luft ins Bremssystem gekommen. Das heißt den Schalter ordentlich zusammenbauen und die Bremsen einmal entlüften. Ab diesem Zeitpunkt gab es abgesehen von den gerissen Schrauben am Gepäcksystem keine Probleme mehr, sondern nur mehr eine absolut geile Reise.

Und nun feiern wir das Ende der Ersten Etappe.

Thank you Shlomi for the best food BBQ we had the last 3 month, have fun with your 1190 R, and thank you Kartik for the wonderful Shiraz.

KTM 1190 Adventure R: 7.000 km Zwischenbericht aus Zentralafrika

"Meine anfängliche Skepsis wegen des geringeren Federwegs war unbegründet. Die fehlenden Zentimeter sind im normalen Pistenbetrieb nicht zu bemerken. Viel wichtiger ist hier ein richtig abgestimmtes Fahrwerk.

Einzig die, durch den unterm Motor verlegten Auspuff, geringere Bodenfreiheit ist merkbar. Da kracht es schon ab und zu gewaltig am Motorschutz. Aber dafür ist er ja gebaut.

Wie auf der 990 R habe ich auch auf der 1190 R eine höhere Sitzbank montiert und daher eine ähnliche Sitzposition. Der Motor ist um einiges angenehmer zu fahren, ich bin hier meist im 80 Oktanmodus unterwegs. Speziell im unteren Drehzahlbereich kein Vergleich mit der 990 R.

Auf den unterschiedlichsten Pistenbedingungen, bis auf Schlamm habe ich schon alles hinter mir, ist die 1190 R einfacher zu fahren. Kann aber mindestens gleich schnell bewegt werden. Das Limit ist immer der Fahrer, nie das Motorrad.

Wie üblich habe ich wieder die schmalen Felgen der Super Enduro und den Scorpion Rally montiert.

Nach 5.000 km habe ich in Nairobi neue Reifen montiert.

Der Benzinverbrauch liegt bei 6 l/100km. Mit der 990R habe ich letztes Jahr bei ähnlichen Verhältnissen 7,5 l/100km verbraucht. Ölverbrauch auf 5.000 km 0,5 Liter. Die 1190 hat 2 Lüfter und ob im Sand am Turkana See oder im Stadtverkehr von Mombasa, es gibt keine Hitzeprobleme.

Renate ist begeistert von der Sitzbank, sie ist noch nie so komfortabel durch Afrika gefahren.

Und nun zu den Problemen und Pannen auf die schon alle warten:

Ich kämpfe mich durch den Sand am Turkana See, schwitze wie die Sau und am Display erscheint "Eiswarnung". Der Temperatursensor ist defekt, war er allerdings schon vor der Abreise. Ist nur Ende November in Salzburg nicht so aufgefallen wie hier in der Afrikanischen Hitze und ich war auch zu faul um ihn vor der Abreise noch zu tauschen.

2 Schrauben am Kofferträger sind gerissen. Habe sie getauscht und vorsichtshalber eine Verstärkung einschweißen lassen. Ansonsten, wie nicht anders erwartet, eine problemlose Reise. Ich gönne der 1190 R nun ein paar Tage Pause. Am Mittwoch geht es mit dem Schiff am Tanganjika See weiter in den Süden."

Joe Pichler mit der KTM 1190 Adventure R unterwegs in Africa

Joe Pichler startet zum zweiten Teil seines Afrika Abenteuers mit der brandneuen KTM 1190 Adventure R.

Ursprünglich war geplant über Äthiopien in den Südsudan und dann weiter über dem Kongo nach Zentralafrika zu fahren. Da sich allerdings die politische Lage im Ostkongo in den letzten Monaten dramatisch verschlechtert hat, musste die Route verändert werden. Joe Pichler möchte weiterhin lieber Reisender und nicht Kriegsberichterstatter sein. Die neue Route startet in Äthiopien, weiter in den Südsudan und dann von Uganda, Tansania, Mozambique bis nach Madagaskar.

Vor der Abreise waren noch einige Um- und Anbauten an der neuen Adventure erforderlich: Neben einem Touratech Foto-Tankrucksack und Kofferdeckel-Taschen darf natürlich ein Zega Pro Koffersystem nicht fehlen. Zusätzlich werden noch schmalere Felgen eingebaut, damit Pirelli Scorpion Rally Reifen montiert werden können.

Die geplante Reisedauer beträgt ca. 5 Monate, aber wenn man in Afrika unterwegs ist kann man das nicht immer so genau vorhersagen. Wir dürfen also gespannt sein...

Weitere Infos und einen aktuellen Reiseblog gibt es auf www.josef-pichler.at

Kategorie: Adventure | Travel